Aufgrund der guten Auftragslage können Baufirmen für ihre Dienstleistungen inzwischen fast jeden Preis verlangen. So werden zum Teil Aufschläge in Höhe von 20 Prozent veranschlagt und ein Ende diese Entwicklung ist noch lange nicht in Sicht

Bauen wird immer teurer – der Handwerker-Effekt macht sich bemerkbar

Steuern beim Immobilienkauf

Wer gegenwärtig ein Bauprojekt umsetzen will, der muss immer tiefer in die Tasche greifen. Die Baupreise steigen im Vergleich zu den Verbraucherpreisen doppelt so schnell und auch die Grundstückspreise in den Ballungsgebieten explodieren. Die Bundesländer tragen ihren Teil zur Entwicklung bei, wird doch die Grunderwerbssteuer in regelmäßigen Abständen erhöht. Durch erhöhte Kosten beim Wohnungsbau, steigen natürlich auch die Mieten. Das investierte Geld muss wieder eingespielt werden und nicht nur bei privat genutzten Immobilien ist dieser Trend erkennbar. Auch die Mietpreise gewerblich genutzter Immobilien steigen kontinuierlich an.

Starker Preisanstieg bei den Handwerksleistungen

Wer einen Blick auf die Zahlen wirft, der erkennt in beinahe allen Gewerken einen Preisanstieg. Insbesondere der Rohbau und grobe Vorarbeiten sind hiervon betroffen. So konnte bei Erd- und Betonarbeiten innerhalb eines Jahres ein Anstieg von bis zu 6 Prozent beobachtet werden. Überraschend sind die Preiserhöhungen angesichts des aktuellen Baubooms nicht. Die Nachfrage übersteigt die Kapazitäten, zumal erst seit zwei Jahren wieder vermehrt Arbeiter und Handwerker bei den Unternehmen eingestellt werden. Bei der Zahl der Auszubildenden ist seit Kurzem ebenfalls ein Anstieg zu vermelden. Wer mit dem Bau eines Ein- oder Mehrfamilienhauses einen Generalunternehmer beauftragt, der bekommt lt. einer Umfrage unter Projektleitern den Preisanstieg noch deutlicher zu spüren. So klaffen zwischen der Preisvorstellung des Auftraggebers und den tatsächlichen Kosten große Lücken. Zum Teil liegen die Kosten mehr als 20 Prozent über der Preisvorstellung des Bauherrn. Experten zufolge wollen Generalunternehmer ihre Kostenrisiken minimieren und schlagen stattdessen alle möglichen Kosten auf den Gesamtpreis auf. Fehler vom am Bau beteiligten Handwerkern sind dadurch bereits mit einkalkuliert, obwohl gar nicht feststeht, ob diese überhaupt begangen werden. Die Preistendenz zeigt auf, dass das Ende dieser Erhöhungen noch lange nicht erreicht ist.

Höhere Preise durch neue Technologien

Wer einen Blick auf die Zahlen wirft, der erkennt in beinahe allen Gewerken einen Preisanstieg. Insbesondere der Rohbau und grobe Vorarbeiten sind hiervon betroffen. So konnte bei Erd- und Betonarbeiten innerhalb eines Jahres ein Anstieg von bis zu 6 Prozent beobachtet werden. Überraschend sind die Preiserhöhungen angesichts des aktuellen Baubooms nicht. Die Nachfrage übersteigt die Kapazitäten, zumal erst seit zwei Jahren wieder vermehrt Arbeiter und Handwerker bei den Unternehmen eingestellt werden. Bei der Zahl der Auszubildenden ist seit Kurzem ebenfalls ein Anstieg zu vermelden. Wer mit dem Bau eines Ein- oder Mehrfamilienhauses einen Generalunternehmer beauftragt, der bekommt lt. einer Umfrage unter Projektleitern den Preisanstieg noch deutlicher zu spüren. So klaffen zwischen der Preisvorstellung des Auftraggebers und den tatsächlichen Kosten große Lücken. Zum Teil liegen die Kosten mehr als 20 Prozent über der Preisvorstellung des Bauherrn. Experten zufolge wollen Generalunternehmer ihre Kostenrisiken minimieren und schlagen stattdessen alle möglichen Kosten auf den Gesamtpreis auf. Fehler vom am Bau beteiligten Handwerkern sind dadurch bereits mit einkalkuliert, obwohl gar nicht feststeht, ob diese überhaupt begangen werden. Die Preistendenz zeigt auf, dass das Ende dieser Erhöhungen noch lange nicht erreicht ist. Technische Anlagen in Gebäuden werden immer komplexer, was auch einen Grund für den Preisanstieg im Baugewerbe darstellt. So hat sich im Bereich der Außendämmung viel getan und auch die Wärmerückgewinnungstechnologie bei Lüftungen muss erst einmal bezahlt werden. Im Jahr 2000 wurden pro Quadratmeter Wohnfläche noch 124 Euro für den technischen Ausbau einkalkuliert, inzwischen sind es schon knapp 300 Euro. Auch die steigenden Bodenpreise in den Ballungszentren müssen beachtet werden. Bereits die Erdarbeiten gestalten sich aufgrund der Kapazitätsengpässe der beauftragten Firma schwierig. Zudem sind auch die Deponien überlastet, welche den Erdaushub in Empfang nehmen sollen. Die Lagerstätten sind voll und somit können die Deponien höhere Preise verlangen. Durchschnittlich verzeichnen Projektleiter einen Preisanstieg von fast sieben Prozent, was auch an erhöhten Löhnen und dem Anstieg von Energie-, Rohstoff- und Grundstückspreisen liegt.

Politik und Verwaltung müssen reagieren

Der Präsident des Branchenverbands ZIA, Andreas Mattner, nimmt auch die Politik und die Verwaltungen in die Pflicht. In den letzten Jahren hat die Immobilienwirtschaft zahlreiche Eingriffe verkraften müssen, wodurch eine Erhöhung der Herstellungskosten unvermeidlich war. Ein Beispiel dafür ist die Energiesparverordnung im Jahr 2016. Die Herstellungskosten im Wohnungssegment sind durch die Regelungen der Verordnung um etwa sieben Prozent gestiegen, während im Vergleich dazu die Einsparergebnisse überschaubar sind. Viele weitere Vorschriften haben den Preis in die Höhe getrieben. Dabei handelt es sich unter anderem um Neuregelungen im Bereich von Garagen und Stellplätzen, wodurch die Baukosten durch die Suche nach einem passenden Grundstück in die Höhe getrieben werden. Mattner betont jedoch auch, dass einige technische Vorschriften oder höhere Umweltstandards sinnvoll seien. Jedoch fehlt es im Augenblick an Komponenten, die für eine Kostensenkung sorgen könnten. Im Gegenteil, denn der Neubau wird durch Länder und Gemeinden weiter verteuert. So sind die Grundstücksvergaben langwierig und auch durch Baugenehmigungsverfahren fallen jeden Tag zusätzliche Kosten an. So sind zwar die Bundesländer für viele Bauvorschriften verantwortlich, wenn es jedoch um Grundstückspreise und spezielle Bauauflagen vor Ort geht, dann fällt das in den Verantwortungsbereich der Kommunen. Die Arbeit einer Baukostensenkungskommission, die bereits von der vergangenen Bundesregierung eingerichtet wurde, soll fortgeführt werden und kann vielleicht die Lage entspannen. Aber gerade in den Bereichen, in denen Länder und Gemeinden das Sagen haben, konnte die Kommission nur Appelle an die Verantwortlichen richten. So sollten die 16 unterschiedlichen Landesbauverordnungen von den Ländern vereinheitlicht werden, doch passiert ist diesbezüglich nicht viel. Weiterhin bestehen die Landesregierungen auf ihre eigenen Regelungen. Seit vielen Jahren setzt sich Gunther Adler für effizientere Bauweisen ein. Der Bau-Staatssekretär im neuen Ministerium des Inneren, für Bau und Heimat, nimmt dabei insbesondere die Industrie in die Pflicht. Wenn es nach ihm geht, dann müssten gerade bei den Themen Standards und Normen müssten neue Regelungen getroffen werden. Er möchte die Bauwirtschaft leistungsfähiger machen und das ist nur mit der Beseitigung des Arbeitskräftemangels in allen Sparten und digitaler Unterstützung zu schaffen. Auch die Fachdisziplinen im Ingenieurswesen müssen dafür perfekt harmonieren.

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Handwerker-Effekt
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