Immobilienexposé erstellen – Ein Leitfaden
Wichtigster Bestandteil eines Hausverkaufs ist die Erstellung eines aussagekräftigen und überzeugenden Exposés, welches die Immobilie optimal präsentiert. Im folgenden Artikel wollen wir beschreiben, welche Angaben in das perfekte Exposé gehören und worauf man bei der Erstellung besonders achten sollte.
1. Definition Exposé – Was ist ein Immobilien-Exposé?
Ein Exposé enthält alle wichtigen Daten und Fakten einer Immobilie und vermarktet das Verkaufsobjekt bestmöglich, sodass dieses das Interesse potenzieller Käufer weckt. Das Exposé ist das Aushängeschild der Immobilie und wichtigstes Werbematerial einer erfolgreichen Verkaufsstrategie. Es hilft potenziellen Käufern sich ein Bild von der Immobilie zu machen und verschafft ihnen einen Überblick über alle relevanten Daten.
Exposé-Tipp:
– Ein professionell erstelltes Exposé steigert die die Verkaufschancen um ein Vielfaches
– Ein detailliertes Exposé beugt Rückfragen vor und spart somit eine Menge Zeit für Makler und Kunden.
2. Zweck des Immobilien-Exposés
Als bildhafte und textliche Beschreibung einer Immobilie dient das Exposé als Visitenkarte des Hauses bzw. der Wohnung und soll den Verkaufsprozess unterstützen. Die Kaufentscheidung der potenziellen Kaufinteressenten wird durch die Gestaltung maßgeblich beeinflusst. Daher ist ein professionelles Design unerlässlich.
Das Exposé wird normalerweise vom Verkäufer selbst bzw. dem beauftragten Makler erstellt. Bestenfalls wird das Exposé in Form einer Broschüre erstellt, welche zu Ausdruck oder Download angeboten wird.
Info:
Wird für den Hausverkauf ein Makler engagiert, fällt die Erstellung des Exposés in dessen Aufgabenbereich.
3. Worauf sollte man bei der Erstellung eines Exposés achten?
Aufbau und Inhalt eines Exposés sind sehr wichtig. Damit man bei der Erstellung eines professionellen Exposés nichts vergisst, wollen wir hier eine übersichtliche Checkliste liefern.
Checkliste Exposé für Immobilienmakler/ Hausverkäufer:
☐ Adressangaben zur Immobilie
☐ Art des Objekts (Mietwohnung, Eigentumswohnung, Reihenhaus usw.)
☐ Wohnfläche und Grundstücksfläche
☐ Anzahl der Zimmer
☐ Baujahr
☐ Bezugstermin
☐ Merkmale und Ausstattung
☐ Verkaufs- bzw. Mietpreis
☐ Lage und Beschreibung der Infrastruktur
☐ Fotos vom Objekt, den Zimmern sowie dem Grundstück
☐ Grundriss bzw. Wohnungsplan
☐ Maklercourtage
☐ Kontaktdaten des Maklers bzw. Verkäufers
4. Pflichtangaben im Exposé?
Oft stellt sich die Frage, ob die obenstehenden Angaben optional oder verpflichtend sind. Grundsätzlich gilt für das Exposé kein vorgegebenes Format. Dennoch sollte man eine gewisse Form beachten. Dazu weiter unten eine Hilfestellung für den optimalen Aufbau eines Exposés.
Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) in Deutschland wurden die Anforderungen an Immobilien-Exposés deutlich strenger. Seit 1. Mai 2014 müssen Exposés, welche in Medien oder auf Online Immobilienportalen veröffentlicht werden, folgende Pflichtangaben enthalten:
- Art des Energieausweises (Energiebedarfs- oder Energieverbrauchsausweis)
- Wesentlicher Energieträger der Heizung (Gas oder Öl)
- Wert des Energieverbrauchs
- Energieeffizienzklasse
- Baujahr
5. Optimaler Aufbau eines Exposés
- Überschrift:
Soll als Teaser kurz und prägnant die wichtigsten Eckdaten der Immobilie zusammenfassen
- Datenübersicht:
Hier sollten sich Infos zu Objekttyp, Fläche, Zimmeranzahl und Baujahr finden. - Besondere Merkmale und Ausstattung:
Hier sollten die wesentlichen Besonderheiten des Objekts angebracht werden (z.B. Balkon, Einbauküche, Aufzug usw. - Lagebeschreibung:
Neben einer Karte in Bildform können hier die Vorzüge der Lage verschriftlicht werden. So sollten positive Aspekte der Infrastruktur wie Haltestellen, Schulen, Supermarkt usw. angeführt werden.
- Beschreibung des Miet- bzw. Verkaufsobjekts:
In einem kurzen Text sollten nochmal alle wichtigen Informationen zusammengefasst werden. - Bilder der Immobilie:
Mit professionellen Fotos kann dem Interessenten ein Eindruck vom Objekt vermittelt werden. Vor allem Besonderheiten wie Pool, Küche oder Aussicht sollte man hier bildlich darstellen. - Grundriss:
Neben den Fotos der Wohnung bzw. des Hauses sollte man dem Kunden einen Grundrissplan bieten, welcher Größe und Anordnung der Zimmer zeigt. - Kontaktdaten:
Durch die Angabe der Kontaktinformationen stellt man sicher, dass potenzielle Käufer Rückfragen oder Kaufangebote abgeben können. Telefonnummer und E-Mailadresse sollten unbedingt angegeben werden.
Tipp:
Die Erstellung eines professionellen Exposés wir grundsätzlich von jedem Immobilienmakler angeboten. Für die Erstellung eines verkaufsfördernden Exposés sollte man sich bestenfalls von einem Fachmann unterstützen lassen.
6. Tipps zum Exposé: Typische Fehler bei der Erstellung eines Exposés
Wer zum ersten Mal ein Exposé zu erstellen hat, wir schon bald merken, dass man einige Punkte zu beachten hat, um die Immobilie auch tatsächlich ins beste Licht zu rücken. Gerade als Anfänger vergisst man leicht wichtige Punkte und schmälert so den Erfolg der Vermarktung. Vermeiden Sie die typischen Fehler bei Ihrem Immobilien-Exposé. Mit den folgenden Tipps sollte der Erstellung eines professionellen Exposés nichts mehr im Wege stehen.
Tipp 1: Fotos
Erstellen Sie die Fotos der Immobilie an sonnigen Tagen – auch jene der Innenräume. Bilder an trüben Tagen lassen die Immobilie weniger ansprechend aussehen.
Tipp 2: Übersichtlichkeit
Überfordern Sie den Leser nicht mit einer Fülle an unwichtigen Informationen. Halten Sie das Exposé übersichtlich und liefern sie die wesentlichen Informationen.
Tipp 3: Falsche Angaben
Vermeiden Sie unbedingt falsche Informationen bzw. beschönigen Sie das Objekt nicht. Im Endeffekt wird Sie dies nur viel Zeit und unzählige erfolglose Besichtigungen kosten, bei denen die potenziellen Interessenten die Immobilie enttäuscht verlassen. Daher ist es wichtig, vorab alle Fakten und Daten sorgfältig zu prüfen.
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