Immobilienmarkt in Zeiten von Corona

haus kaufen immobilenmakler covid 19

Übersicht

Wie wirkt sich die Corona-Krise auf die Immobilienpreise aus?

Die globale Corona-Pandemie ist eine Situation, der sich die Weltgemeinschaft in diesem Ausmaß noch nie gegenübergesehen hat. Prognosen hinsichtlich der Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Wirtschaft sind deshalb schwer aufzustellen. Es liegt in der Natur der Sache, dass alle dennoch formulierten Ausblicke eher in dunklen Farben gemalt werden und düstere Szenarien heraufbeschwören. Die Immobilienbranche in Deutschland bildet hier keine allzu große Ausnahme.

 

Die Annahmen – So entwickeln sich die Immobilienpreise in der Corona-Krise

Eine kurze Recherche mit der Suchmaschine Ihrer Wahl wird auf das Frühjahr 2020 datierte Ergebnisse liefern, deren Grundtenor lautet: Es geht bergab. Die Corona-Krise drückt die Immobilienpreise, den Verkäufern gehen die Käufer aus.

Aber: Stimmt das auch? Ist es auf dem Immobilienmarkt zu einem Preisverfall gekommen? Bleiben Eigentümer auf ihren Objekten sitzen? Droht neben der Coronakrise jetzt zusätzlich noch eine Immobilienkrise?

Zwar sagte in einer europaweiten Umfrage unter 2.500 Immobilienmaklern vom April dieses Jahres der Großteil der Teilnehmer sinkende Preise voraus, Zweifel an der grundlegenden Stabilität des Marktes äußerte aber niemand. Die Annahmen der Experten kurz zusammengefasst:

In den nächsten sechs Monaten (ausgehend von April 2020) gehen die Immobilienpreise europaweit um -2,1 % zurück. Wobei zwischen den jeweiligen Immobilienarten unterschieden werden muss. Besonders betroffen sind Gewerbeimmobilien. Die Verluste bei Wohnungen fallen weniger stark aus, die bei Einfamilienhäusern sind noch geringer.

Prognostizierte Preisrückgänge am Immobilienmarkt*

  • Gewerbeimmobilien: 6,4 %
  • Wohnungen: 2,0 %
  • Einfamilienhäuser: 0,6 %

*(Alle Werte stellen eine Kombination aus Miet- und Kaufpreisen bzw. Objekten in städtischen und ländlichen Bereichen dar.)

 

 

Die Begründung – Warum die Immobilienpreise sinken sollen

Als Gründe für die Rückgänge, gaben die befragen Makler die Auswirkungen der Kurzarbeit (66 %), eine allgemeine Unsicherheit bezüglich der kommenden Entwicklungen (52 %) sowie Schwierigkeiten beim Erlangen von Krediten (50 %) an. Dahinter folgt eine Reihe weiterer potenzieller Faktoren wie beispielsweise „Mangel an Zuversicht“, „mehr Sorgen“ oder „fehlende Besichtigungsmöglichkeiten“.

Wie erwähnt: Die Befragung wurde im April 2020 durchgeführt, die Veröffentlichung der Ergebnisse folgte Ende August. Generell ist anzumerken, dass die Einschätzungen in der unterschiedlichen Regionen Europas ebenso unterschiedlich ausfielen. Während die Makler beispielsweise in Griechenland oder Spanien deutlich besorgter in die Zukunft sehen, versprühen ihre Berufskollegen in den Niederlanden erheblich mehr Optimismus.

Ausgewiesene Fachleute geben Prognosen über die nahe Zukunft ihres Spezialgebiets ab. So weit, so legitim, so informativ, so gut. Ein knappes halbes Jahr später stellt sich die Frage: Sind die Vorhersagen eingetroffen?

 

Die Realität – So hat sich die Krise auf die Immobilienpreise ausgewirkt

Die Antwort lautet kurz und knapp: Nein. Die Vorhersagen sind nicht eingetroffen. Kurzfristige Effekte waren natürlich zu beobachten. Geplante (Ver)Käufe wurden aufgeschoben und gehen erst dann über die Bühne, wenn sich die Lage wieder gebessert hat. Eine Trendumkehr ist aber nicht zu erwarten. Warum?

Weil die Nachfrage nach Wohnraum weiterhin deutlich das Angebot übersteigt. Im Fall von Eigentumswohnungen konnte am deutschen Markt von Februar bis Juni 2020 eine Steigerung von 4,8 % beobachtet werden. Verglichen mit demselben Zeitraum im Vorjahr ein beinahe identer Wert. Das gleiche Bild zeigt sich am Markt für Ein- und Zweifamilienhäuser. Hier lagen die Angebotspreise im ersten Halbjahr durchschnittlich um 10,5 % über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Besonders für den Wohnungsmarkt wurden ausgesprochen pessimistische Szenarien gezeichnet. Mancherorts war sogar von einem Platzen der Blase die Rede. Gekommen ist es ganz anders. Nicht nur sind die Preise stabil, teilweise steigen sie sogar. Das zeigt: Immobilien bleiben auch in der Krise eine beliebte und sichere Art der Geldanlage.

Ein wenig anders präsentiert sich die Lage bei den Gewerbeimmobilien. Besonders im Bereich von Büros ist eine sinkende Nachfrage zu beobachten. Da der Großteil der Verträge aber noch vor dem Lockdown unterzeichnet wurde, sind die Preise bisher stabil. Dafür ist der Bedarf an Lagerhallen und -flächen gestiegen.

 

Die Vorschau – Wie stabil ist der Immobilienmarkt?

Von erheblichen Umwälzungen und Verwerfungen am (Wohn-)Immobilienmarkt ist nach aktueller Lage nicht auszugehen. Es werden sich immer Menschen auf die Suche nach einem neuen Zuhause machen. Bereits zu Prä-Corona-Zeiten beliebte Gegenden haben nichts von ihrer Attraktivität eingebüßt. Aktuell gibt es keine Gründe, die gegen einen Immobilienkauf oder -verkauf sprechen. Der Immobilienmarkt ist stabil und bleibt das auf mittelfristige Sicht auch.

Einzig eine dauerhafte wirtschaftliche Flaute könnte ihn erschüttern, die zeichnet sich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht ab. Fachleute gehen davon aus, dass jene (Ver)Käufe, die aktuell aufgeschoben wurden, bei weitestgehender Normalisierung der Umstände über die Bühne gehen und sich deshalb ein gewisser Nachholeffekt einstellen wird.

Die positive Grundeinstellung zeigte sich auch zum Abschluss der oben erwähnten Umfrage. Laut der gehen nämlich 43 % der befragten Makler davon aus, dass die Anzahl der im Jahr 2020 getätigten Abschlüsse jener aus 2019 ähneln wird.

 

Dürfen wir Ihnen bei Ihren Überlegungen behilflich sein? Die Daniel von Baum Immobilien GmbH freut sich über Ihre Kontaktaufnahme!

Leser/innen interessierte auch…

Wuppertaler Schwebebahn an der Station Völklinger Straße vor blauem Himmel

Immobilienmarkt Wuppertal: Preisentwicklung, Zinsen und Trends 2024

„Herr von Baum, ist jetzt überhaupt noch ein guter Zeitpunkt?“ – kaum eine Frage hören wir derzeit so oft. Nach den turbulenten Jahren mit rasant gestiegenen Zinsen sind viele Eigentümer in Wuppertal verunsichert. Diese Unsicherheit ist verständlich: Der Markt hat sich in kurzer Zeit stark verändert, und die Schlagzeilen der letzten Zeit haben zusätzlich für Nervosität gesorgt. Genau deshalb lohnt der nüchterne Blick auf Zahlen statt auf Schlagzeilen. Seit vielen Jahren vermarkten wir Immobilien in Wuppertal und im Bergischen Land – vom Briller Viertel über Cronenberg bis nach Ronsdorf. In diesem Marktbericht teilen wir, was die aktuellen Daten zeigen und was wir davon Woche für Woche in der eigenen Vermarktung wiederfinden. Wichtige Erkenntnisse Die Preise in Wuppertal sind zuletzt nicht weiter gefallen, sondern haben sich auf dem Vorjahresniveau stabilisiert (Quelle: Gutachterausschuss Wuppertal). Die Nachfrage zieht spürbar an: im ersten Halbjahr 1.438 Kaufverträge, +14 % gegenüber dem Vorjahr (Quelle: Gutachterausschuss). Die Bauzinsen liegen mit rund 3 bis 3,6 % deutlich über der Niedrigzinsphase, haben sich aber beruhigt. Zwischen den Stadtteilen bestehen große Preisunterschiede – Lage bleibt der stärkste Preistreiber. Der zweite große Hebel ist die Energiebilanz: gut sanierte Objekte verkaufen sich merklich schneller als sanierungsbedürftige. Wie sich der Wuppertaler Markt gerade entwickelt Die wichtigste Nachricht vorweg – und sie nimmt vielen Eigentümern die Sorge: Der Abwärtstrend ist gestoppt. „Die Preise fallen nicht weiter“, stellte Ricarda Baltz, Vorsitzende des Wuppertaler Gutachterausschusses, zur Marktlage fest. Was das konkret bedeutet, zeigt ein Blick auf drei Faktoren. Die Nachfrage kommt zurück Nach zwei zurückhaltenden Jahren spüren wir wieder deutlich mehr Bewegung – und die Zahlen bestätigen das: 1.438 Kaufverträge im ersten Halbjahr, ein Plus von 14 % gegenüber dem Vorjahr. 382 Mio. € Geldumsatz am Immobilienmarkt, +12 %. Besonders gefragt: Eigentumswohnungen (839 Verkäufe, +19 %) und Einfamilienhäuser (260 Verkäufe, +17 %). Genau das erleben wir in der Praxis: Zu gut vorbereiteten, realistisch bepreisten Objekten kommen wieder spürbar mehr Anfragen als noch vor einem Jahr. Die Zinsen haben sich beruhigt Der Schock der schnellen Zinssteigerung sitzt vielen noch in den Knochen. Doch das Umfeld ist ruhiger geworden: Zu Jahresbeginn lagen die Bauzinsen bei rund 3,3 %, im weiteren Verlauf pendelten sie zwischen etwa 3,0 und 3,6 %. Das ist weit von den Zeiten unter 1 % entfernt – aber es ist planbar geworden. Und Planbarkeit ist genau das, was Käufer für eine Entscheidung brauchen. Energieeffizienz trennt den Markt So deutlich wie nie entscheidet der energetische Zustand über den Verkaufserfolg. In den vergangenen Monaten haben wir festgestellt, dass energetisch schlechte Häuser deutlich längere Vermarktungszeiten haben: Während moderne Objekte teils schon innerhalb von rund acht Wochen verkauft sind, brauchen sanierungsbedürftige oft etwa vier Monate. Diese Zweiteilung wird sich absehbar weiter verschärfen. Preise nach Stadtteilen und was wir in der Vermarktung erleben „Den“ Wuppertaler Quadratmeterpreis gibt es nicht – und das sagen wir jedem Eigentümer im ersten Gespräch. Zwischen den Lagen liegen Welten, und genau diese Unterschiede kennen wir aus jahrelanger Vermarktung sehr genau. Zur groben Orientierung – bitte immer objektbezogen bewerten: Cronenberg: Häuser rund 2.800 €/m², Eigentumswohnungen rund 2.500 €/m² (Orientierungswert). Elberfeld: Häuser rund 3.000 €/m², Eigentumswohnungen rund 2.250 €/m² (Orientierungswert). Aus den realen Verkäufen: ein Reihenhaus wurde im Schnitt mit 130 m² für 340.000 € gehandelt, eine Doppelhaushälfte mit 135 m² für 400.000 € (Quelle: Gutachterausschuss). Gefragte Lagen wie das Briller Viertel, das Zooviertel oder Teile von Cronenberg halten ihr Niveau stabil, weil hier wenig Angebot auf viel Nachfrage trifft. Ein gepflegtes Objekt im Briller Viertel ist bei uns zuletzt in nur sieben Wochen verkauft worden. Einfachere Lagen und sanierungsbedürftige Objekte reagieren dagegen empfindlicher auf die höheren Finanzierungskosten. „Wir sehen jede Woche, welche Immobilien innerhalb weniger Tage verkauft werden – und welche monatelang am Markt bleiben. Der Unterschied ist fast nie der Zufall, sondern fast immer der Preis und die Vorbereitung.“ Daniel von Baum, Daniel von Baum Immobilien Wie sich die Preise in den einzelnen Wuppertaler Stadtteilen längerfristig entwickeln, haben wir ausführlich in unserem Beitrag zur Immobilienpreise-Entwicklung in Wuppertal beschrieben. Fazit Die Lage ist heute weniger dramatisch, als viele befürchten. Die Korrektur ist durch, die Nachfrage kehrt zurück, und wer gut vorbereitet ist, verkauft erfolgreich. Für Käufer wie Verkäufer gilt: informiert und mit realistischem Blick entscheiden. Was Käufer aktuell beachten sollten Käufer sind derzeit in einer besseren Verhandlungsposition als in den Boom-Jahren. Wichtig sind solide Finanzierung, ausreichend Eigenkapital und ein ehrlicher Blick auf Sanierungs- und Energiekosten – die gehören in jede Kaufentscheidung. Was Verkäufer aktuell beachten sollten Für Verkäufer zählt vor allem der marktgerechte Preis. Wer sich an den Höchstwerten von 2021 orientiert, riskiert lange Vermarktungszeiten. Eine aktuelle, ehrliche Bewertung ist die Grundlage für einen guten Abschluss. Unser Blick auf die kommenden Monate Wir rechnen mit einer Fortsetzung der Stabilisierung: gepflegte, energieeffiziente Objekte in guten Lagen bleiben wertstabil, sanierungsbedürftige nur mit realistischem Abschlag verkäuflich. Wuppertal bleibt ein attraktiver, aber sehr differenzierter Markt. FAQ Fallen die Immobilienpreise in Wuppertal weiter? Nein. Laut Gutachterausschuss haben sich die Preise auf dem Vorjahresniveau stabilisiert und fallen nicht weiter. In gefragten Lagen ziehen sie teils sogar wieder leicht an. Wie viele Immobilien werden aktuell in Wuppertal verkauft? Im ersten Halbjahr wurden rund 1.438 Kaufverträge geschlossen – 14 % mehr als im Vorjahr. Die Nachfrage zieht also spürbar an. Wie hoch sind die Bauzinsen derzeit? Sie liegen aktuell bei etwa 3 bis 3,6 % für zehnjährige Zinsbindung – deutlich über der Niedrigzinsphase, aber stabil und damit planbar. Welche Stadtteile in Wuppertal sind besonders gefragt? Bevorzugt sind Lagen wie das Briller Viertel, das Zooviertel und Teile von Cronenberg. Dort trifft begrenztes Angebot auf konstante Nachfrage, was die Preise stützt. Was kostet ein Haus in Wuppertal im Schnitt? Das hängt stark von der Lage ab: In Elberfeld liegen Häuser bei rund 3.000 €/m², in Cronenberg bei rund 2.800 €/m² (Orientierungswerte). Reale Reihenhäuser wurden im Schnitt für rund 340.000 € gehandelt. Ist jetzt ein guter Zeitpunkt zum Verkaufen? Für gepflegte, realistisch bepreiste Objekte ja – die Nachfrage ist zurück. Entscheidend sind der richtige Preis und eine professionelle Vermarktung.

Weiterlesen »

Jetzt zur kostenlosen Immobilienbewertung!

Als kompetente & stark verwurzelte Immobilienmakler in der Region um Wuppertal bringen wir gewiss auch Ihre Immobilie erfolgsbringend an den Markt!

Profitieren auch Sie von einer rentablen Immobilienvermittlung durch die Daniel von Baum Immobilien GmbH.

Kontaktieren Sie uns:

Formular ausfüllen & von unserer Leistungsgarantie profitieren!

Logo
Logo

Immora - Ihre KI-Assistentin

KI-Assistent - Jetzt verfügbar